Autimus und Trauma (fakultativ)
Dieses Modul widmet sich der vertieften und differenzierten Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Trauma bei Menschen im Autismus-Spektrum (ASS). Wir beleuchten die Besonderheiten der Entstehung, Symptomatik, Differenzialdiagnostik und Behandlungsmöglichkeiten von Traumata bei Menschen mit ASS sowie die relevanten Unterschiede zu neurotypischen Menschen.
Als zentrale Faktoren für eine erfolgreiche weiterführende Begleitung und Behandlung werden die innere Haltung, der fachgerechte Beziehungsaufbau und die Gestaltung eines tragfähigen Arbeitsbündnisses detailliert vorgestellt.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Einordnung und angemessenen Begleitung von herausforderndem oder scheinbar dysfunktionalem Verhalten, das im Traumakontext entstanden ist. Es wird vermittelt, wie eine fundierte Differenzierung zwischen autismusbedingter Symptomatik, Traumafolgestörungen und Komorbiditäten wie Burnout, Depression oder Angststörungen vorgenommen werden kann. Ebenso wird die Entstehung kompensatorischer Schemata und Abwehrmechanismen im Entwicklungsverlauf aufgezeigt und der sachkundige Umgang damit thematisiert.
Abschliessend werden bewährte therapeutische und pädagogische Möglichkeiten und Interventionen vorgestellt, darunter die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung.
Das Modul kombiniert fundierte Theorie mit einem hohen Anwendungsbezug. Es ist ausreichend Raum für fachlichen Austausch, die Erörterung konkreter Fallbeispiele aus der praktischen Arbeit sowie für Fragen und Diskussionen eingeplant.