Autismus und Trauma – Modul 2: Autismussensible Psychodynamische Traumatherapie (AuSePT), Prävention und Resilienz
Die AuSePT versteht Traumatherapie als einen bindungs- und mentalisierungsorientierten Ansatz, der auf therapeutischer Haltung, sicherer Bindung, therapeutischer Beziehung, der Kommunikation innerer Zustände sowie der Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung basiert.
Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) haben laut Studien ein erhöhtes Risiko, Traumafolgestörungen zu entwickeln. Neben belastenden Lebensereignissen spielen dabei autismusspezifische Traumafaktoren eine zentrale Rolle.
Dazu zählen chronisches Stresserleben, sensorische Überforderung, Missverständnisse in der Kommunikation, mangelnde Co-Regulation sowie wiederholte Erfahrungen von Nicht-Verstanden-Werden, Beschämung, Ausgrenzung und Hilflosigkeit.
Daraus ergibt sich auch die zentrale Frage der Prävention: Wie können Bindungs-, Entwicklungs- und Akuttraumata sowie Traumafolgestörungen verhindert, Resilienz gestärkt und Retraumatisierungen bei Menschen im Spektrum vermieden werden?
Die Weiterbildung vermittelt praxisnahe therapeutische und pädagogische Ansätze auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse ergänzt durch psychodynamische und psychoanalytische Perspektiven. Anhand konkreter Fallbeispiele werden Interventionen der ASPT in Therapie und Traumapädagogik vorgestellt. Dazu auch Eltern- und Bezugspersonenarbeit sowie die Begleitung in Ausbildung und Beruf. Zudem gibt es Raum für Austausch, Reflexion und die Bearbeitung eigener Fallbeispiele.
Die Weiterbildung richtet sich an alle Berufsgruppen, die Menschen mit ASS therapeutisch, pädagogisch oder sozial begleiten und unterstützen.