Bildungsangebot

Psychohygiene – Stressbewältigung – Selbstfürsorge in sozialen Berufen

Zunehmende berufliche und/oder private Dauerbelastung führt in immer mehr Fällen zu einer tiefgreifenden Erschöpfung, die den Betroffenen dauerhaft erschüttern. Die Gründe für diese Überlastung sind vielschichtig und zunächst kaum zu erkennen. Psychische und körperliche Beeinträchtigungen nehmen schleichend oder abrupt zu.

Der Begriff „Burnout“ kennzeichnet diesen negativen arbeitsbezogenen psychischen Zustand. Meist geht er einher mit dauerhafter Erschöpfung, Stresserleben, Unruhe und Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation bis hin zu der Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen und Verhaltensweisen bei der Arbeit.

Weshalb entwickelt sich dieser Zustand und wie kann man ihm entgegenwirken bzw. vorbeugen?
Bei Burnout ist es wichtig, nicht nur die belastenden äusseren Faktoren anzuschauen und einer kritischen Auseinandersetzung zu unterziehen, sondern auch die persönlichen, bewussten und unbewussten Einstellungen, Überzeugungen, Erwartungen und Herangehensweisen der Betroffenen zu betrachten. Hier können Belastungspotentiale erkannt und Veränderungsmöglichkeiten reflektiert werden.
Um eigenen Entwicklungs- und konstruktiven Lösungsmöglichkeiten Raum zu geben, ist zentral, Burnout als Ausdruck einer mangelnden Passung vom betroffenen Menschen und Arbeitsumwelt zu verstehen, die aus einer langandauernden zu hohen Energieabgabe des Individuums bei zu geringer Energiezufuhr eine zu geringe Wirkung zeigt.
Eine präventive und auch kurative Auseinandersetzung mit dem Burnoutsyndrom muss sich daher immer auf beide Ebenen beziehen, die es in ihrem Zusammenspiel und ihren  wechselseitigen Beeinflussungen zu verstehen gilt.

Nächste Veranstaltung

Datum: 12.08.2022/13.08.2022
Zeiten: 18.00–21.15/09.00–16.30 Uhr
Ort: SIPT, Winterthur
DozentInnen: Thomas Weber
Kosten: CHF 450

Weitere Veranstaltungen

«Die Weiterbildung zur Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie am SIPT war für mich zentral. Die Theorien der Übertragungsphänomene, das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bindung, das Verstehen von hirnorganischer Abläufe gerade auch unter Stress sind wichtige Inhalte in meinen Weiterbildungen.»

Marianne Herzog, Fachberaterin / Fachpädagogin Psychotraumatologie