Bildungsangebot

Transgenerationale Traumatisierung

(Dieses Modul kann für die Vertiefungsrichtung "Migration und Flucht" und "Trauma und Alter" für den „CAS Fachberatung Psychotraumatologie” gewählt werden.)

Unbewältigte traumatische Erlebnisse früherer Generationen bzw. naher Angehöriger können einen nachhaltigen Einfluss auf die Seele von Betroffenen haben. Dieses Seminar widmet sich dieser Weitergabe traumatischer Erfahrungen an die nächsten Generationen. In einem problemorientierten Ansatz erarbeiten wiranhand von Fallbeispielen die bisherigen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu Weitergabemechanismen, Symptombildung sowie Behandlung, primär aus psychodynamischer, bindungstheoretischer und biologischer Hinsicht.

Die Kursagenda sieht wie folgt aus:

  • Wie beeinflussen problematische Muster in der Eltern-Kind-Beziehung die kindliche Entwicklung und die nächste Generation?
  • Biologische und neurobiologische Hintergründe der Traumatisierung
  • Beispiele: Folgen der Shoa in der Zweiten Generation; Flüchtlinge und ihre Kinder
  • Behandlungs- und Präventionsmöglichkeiten
  • Mentalisierungstraining als Prävention transgenerationaler Weitergabe von Traumatisierung

Nächste Veranstaltung

Datum: 21.04.2023/22.04.2023
Zeiten: 15.00–19.15/09.00–15.30 Uhr
Ort: Klinik Schlössli, Oetwil am See
DozentInnen: Marianne Rauwald
Kosten: CHF 450

«Die Weiterbildung zur Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie am SIPT war für mich zentral. Die Theorien der Übertragungsphänomene, das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bindung, das Verstehen von hirnorganischer Abläufe gerade auch unter Stress sind wichtige Inhalte in meinen Weiterbildungen.»

Marianne Herzog, Fachberaterin / Fachpädagogin Psychotraumatologie