Bildungsangebot

Traumabearbeitung und -integration (Modul 1) durch ressourcenorientierte Traumaexposition

Nach traumatischen Erlebnissen bedarf es multidimensionaler therapeutischer Interventionen. In diesem Seminar veranschaulichen wir Ihnen praxisnah die Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie (KReST) als eine phasisch strukturierte, sanfte und ressourcenorientierte psychodynamisch-integrative Form der Traumatherapie. Einbezogen in die theoretische und therapeutische Arbeit werden aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie, Stress-, Bindungs-, Verhaltens- und Traumaforschung sowie systemische Aspekte (Partnerschaft, Familie, Helfersysteme, Gesellschaft). So werden im 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie-und Beratungsmodell KReST auch tiefenpsychologische, behaviorale, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken angewendet.

Inhalt des Moduls 1 zur Traumabearbeitung und -integration durch ressourcenorientierte Traumaexposition werden insbesondere die Vermittlung der theoretischen Grundlagen sowie eine erste Einführung in daspraktische Vorgehen von Screensitzungen sein. 

Die Screentechnik wurde in den letzten Jahren von Lutz Besser systematisch zu einer ressourcenorientierten sehr effektiven Behandlungsform weiterentwickelt, was sich klinisch vielfach hat zeigen lassen. In den Seminaren geht es um die Anwendung eines systematischen Protokolls der Screentechnik (in Anlehnung an das EMDR-Standardprotokoll) mit Einbeziehung von negativen und positiven Kognitionen, Refraiming, Affektmodulation durch Atemtechniken und körpertherapeutischen Interventionstechniken, sowie Bewertungsskalen, Arbeit auf der inneren Bühne (u.a. Innere Dialogarbeit / Trostritualen), sowie hypnotherapeutischen Steuerungs- und Verankerungstechniken in der Traumabearbeitung. Die Vorbereitung und Übung dieser Bildschirmtechnik durch Arbeit mit positiven Erlebnissen, wie Ereignissen von Zufriedenheit, Wohlbefinden und Glück wurde im ersten Seminarblock vermittelt. Sie ist für KlientInnen und TherapeutInnen eine gute emotionale und technische Basis für das spätere Durcharbeiten des belastenden traumatischen Materials in sogenannten Traumasitzungen.
Inhalt der Kurstage werden die Vermittlung der Theorie und des praktischen Vorgehens der Screensitzungen sein, Selbsterfahrung und Übung im praktischen Umgang des Screenens postiver Life – Events und Trauma Ereignisse.

Nächste Veranstaltung

Datum: 11.11.2022/12.11.2022
Zeiten: 18.00–21.15/09.00–16.30 Uhr
Ort: SIPT, Winterthur
DozentInnen: Matthias Kollmann
Kosten: CHF 450

«Die Weiterbildung zur Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie am SIPT war für mich zentral. Die Theorien der Übertragungsphänomene, das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bindung, das Verstehen von hirnorganischer Abläufe gerade auch unter Stress sind wichtige Inhalte in meinen Weiterbildungen.»

Marianne Herzog, Fachberaterin / Fachpädagogin Psychotraumatologie