Bildungsangebot

Umgang mit traumatisierten Patienten mit akuter Selbstverletzung/Suizidalität im ambulanten und stationären Setting (fakultativ)

Fast alle Patienten mit einer PTSD oder Traumafolgestörung werden im Laufe der Behandlungszeit akut. Das heisst, die Symptome exazerbieren, der Selbstverletzungsdruck steigt und die Suizidgefahr nimmt zu. Es kommt zu Selbstverletzungen und Suizidversuchen. In diesem Seminar lehren wir, warum traumatisierte Patienten plötzlich akut werden und welche spezifischen Symptome und Verhaltensweisen vorkommenWir diskutieren an konkreten Fallbeispielen (gerne auch aus Ihrem eigenen Arbeitskontext), wie und wann Skills helfen und wo die Grenzen sind. Ausserdem beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Sie traumatisierte Akutpatienten unter dem Aspekt der Übertragung und Gegenübertragung begleiten. Zudem erfahren Sie mehr über das zu wählende, jeweils adäquate Setting für eine bestmögliche Behandlung. Was ist im ambulanten Rahmen machbar? Wann sollte eine stationäre Einweisung erfolgen? Was ist nach dem Austritt ins ambulante Setting zu beachten? Wie stabil müssen traumatisierte Patienten für einen Austritt sein? Wie kann ich ein tragfähiges ambulantes Netz aufbauen? Der Kurs zielt insbesondere auch darauf, ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen Behandelnden in Ambulatorien und von Akutstationen entwickeln, um eine höchstmögliche Absprachefähigkeit zu erreichen. Weiter diskutieren wir besondere Fragestellungen im Umgang mit dissoziativen Patienten oder bei Täterkontakt und allfälliger Notwendigkeit von Schutzaufenthalten.

Nächste Veranstaltung

Datum: 10.03.2023/11.03.2023
Zeiten: 18.00–21.15/09.00–16.30 Uhr
Ort: SIPT, Winterthur
DozentInnen: Jennifer Hofmann
Kosten: CHF 450

«Die Weiterbildung zur Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie am SIPT war für mich zentral. Die Theorien der Übertragungsphänomene, das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bindung, das Verstehen von hirnorganischer Abläufe gerade auch unter Stress sind wichtige Inhalte in meinen Weiterbildungen.»

Marianne Herzog, Fachberaterin / Fachpädagogin Psychotraumatologie