Bildungsangebot

Einführung in die Behandlung mit komplextraumatisierten PatientInnen (Modul 1)

Neben den meist vorhandenen komorbiden psychischen und psychiatrischen Störungen ergeben sich bei Menschen, die an einer komplexen Traumafolgestörung leiden, zusätzlich eine Vielfalt von anderen Problemen. Aus der Praxis erwies sich ein Abstimmen und Einstimmen auf die aktuelle Gesamtsituation der Patienten als förderlich. Bei Vorliegen einer dissoziativen Persönlichkeitsstruktur muss diese Ausprägung berücksichtigt und aktiv in die Behandlungs- und Beratungssituation mit einbezogen werden. Eine traumamodifizierte Herangehensweise wird empfohlen. 

Es bietet sich die Gelegenheit, die Spezifität des eigenen Vorgehens mit einem störungsspezifischen Ansatz zu erweitern und die Möglichkeit der Reflexion der eigenen professionellen Haltung zuzulassen. Die Themen werden praxisnah vermittelt, Fallbeispiele sind willkommen.

Inhalte und Ziele der Fortbildung sind im Detail:

  • Dimensionales Modell von Traumafolgestörungen
  • Theorie der strukturellen Dissoziation; innere Organisationsformen (States versus Persönlichkeitsanteile)
  • Weshalb eine traumamodifizierte Herangehensweise; Bedürfnisse der Patient/-innen
  • Schaffung einer therapeutischen Allianz; Beziehungsgestaltung
  • Schwierige Behandlungssituationen und Möglichkeiten der unterstützenden Interventionen
  • Mentalisierungsfördernde Interventionen

«Die Weiterbildung zur Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie am SIPT war für mich zentral. Die Theorien der Übertragungsphänomene, das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bindung, das Verstehen von hirnorganischer Abläufe gerade auch unter Stress sind wichtige Inhalte in meinen Weiterbildungen.»

Marianne Herzog, Fachberaterin / Fachpädagogin Psychotraumatologie