Bildungsangebot

Trauma und Familie: Arbeit mit traumatisierten Eltern

Psychotraumatologische Perspektiven eröffnen neue Möglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Eltern. Die Wiederbelebung von eigenen belastenden Erfahrungen der Eltern im Rahmen der Beziehung zu ihren Kindern ist ein häufiger Ausgangspunkt für Entgleisungen und „Teufelskreise“, die nicht selten in psychischer und physischer Misshandlung von Kindern münden. Die Beachtung misslingender Eltern-Kind-Interaktionen, die zu Co-traumatischen Prozessen führen können, und die Stärkung elterlicher Kompetenzen sind eine erste zentrale Ebene in der Arbeit mit traumatisierten/traumatisierenden Eltern. Die Unterstützung von Selbstreflexion und die Arbeit an den Verzerrungen bezüglich der Kinder sind eine zusätzliche, notwendige Dimension, damit Eltern ihre Traumata nicht an ihre Kinder weitergeben müssen.

Inhaltliche Schwerpunkte: Familienbilder und Familienphasen Elternschaft und Trauma Eltern-Kind-Beziehung in der frühen Kindheit Co-traumatische Prozesse in der frühen Kindheit Transgenerationale Weitergabe von Traumata Arbeitsweise: Fachlicher Input, Fallbeispiele, Gruppenarbeit

«Die Weiterbildung zur Fachberaterin und Fachpädagogin Psychotraumatologie am SIPT war für mich zentral. Die Theorien der Übertragungsphänomene, das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bindung, das Verstehen von hirnorganischer Abläufe gerade auch unter Stress sind wichtige Inhalte in meinen Weiterbildungen.»

Marianne Herzog, Fachberaterin / Fachpädagogin Psychotraumatologie